Mit stets sachlich-neutralem Auftritt verlieren Sie die Chance auf Profilierung der Persönlichkeit. Dagegen gewinnen Sie, wenn Sie die eigene Persönlichkeit als „Marke" aufbauen. Wie das geht und was Sie dabei beachten sollten, verrät Coach Rober Heeß.
Die Persönlichkeit macht den Unterschied
Ob Sie als Freiberufler unterwegs sind oder in einem großen Unternehmen die Verantwortung tragen: Wie Sie sind, entscheidet. Folglich geht es darum, Kunden zu finden, die genau zu dieser Ihrer Art passen. Für uns Deutsche, mit all der traditionsreichen Korrektheit, scheint es eine besondere Herausforderung zu sein, öffentlich zu machen, wie und wer wir sind. Das jedoch hat seinen Preis. Denn:
Neutrale Unternehmenspräsentationen schaffen Austauschbarkeit
Was soviel heißt wie verlorene Kunden, verschenkte Chancen. Dann nämlich, wenn man erst beim Kundengespräch merkt, dass da was nicht zusammenpasst. Mehr persönliche Information im Vorfeld hätte Sie im buchstäblichen Sinne bereichert: Ein deutlicheres Gefühl für den Menschen hinter diesem Angebot hätte Sie überlegen lassen, ob sich ein Besuch wirklich lohnt.
Persönlichkeit zählt in jedem Markt
Eine als Marke aufgebaute und geführte Persönlichkeit bringt in jedem Markt eine eindeutige Positionierung: Persönlichkeit wird als Mehrwert für den Kunden erfahrbar. Nur das wie und was Sie an persönlichen Informationen kommunizieren, unterscheidet sich. Ein weiterer Grund für den Aufbau einer Persönlichkeitsmarke ist der Preis, den Sie für Ihre Ware oder Dienstleistung erzielen wollen.
Aufträge brauchen ein attraktives Alleinstellungsmerkmal
Das bedeutet, Sie geben das produktorientierte Denken auf und richten den Scheinwerfer auf den Menschen hinter dem Produkt. Persönlichkeit als Marke zu kommunizieren braucht aber etwas Mut und eine Prise Kreativität. Ihr öffentlicher Auftritt in Werbematerialien wird Reaktionen bewirken, allein schon deshalb, weil Sie sich unterscheiden. Er wird jedoch nicht jedem zusagen. Persönlich gehaltene Selbstpräsentationen haben Ecken und Kanten. Deshalb setzen Sie Ihre Ressourcen punktgenau ein. Ihre Strategie ist, sich nur dort zu engagieren, wo die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Chemie mit dem potenziellen Auftraggeber stimmt.
So können Sie vorgehen
Trainieren Sie sich, besuchen Sie Seminare oder Workshops. Ob Rhetorik, Kommunikation, NLP, Pressearbeit, Zeitmanagement – ein ansprechendes Thema finden Sie bestimmt. Interessante Angebote guter Trainer lassen sich in so manchem Volkshochschul-Programm aufstöbern. Fragen Sie Freunde und Bekannte. Und wenn Sie vor Hürden stehen, die Sie im Moment nicht überspringen können, gönnen Sie sich einen Coach, der zu Ihnen passt. Dieser kann Ihnen den Zugang zu schlummernden Potenzialen öffnen.
von Robert Heeß
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