GEHEIMNISSE ERFOLGREICHER GRÜNDER
Optimale Organisation
GEHEIMNISSE ERFOLGREICHER GRÜNDER

Erfolgreiche Gründer verraten Geheimtipps und sagen, welche Fehler sie am Anfang gemacht haben – teure Fehler, die Sie vermeiden können.

Zu Zweit gründeten Frederik Paul und Max Cartellieri die Ciao AG. Mittlerweile ist das Unternehmen weltweit die Nummer eins unter den Internet-Verbaucherportalen und betreibt heute Büros in München, Madrid, Paris, London, Timisoara und Westport.

Schmerzhafte Gründererfahrungen

„Die Erfahrungen auf dem Weg dorthin waren teilweise hart", sagt Frederik Paul. „Wir haben uns am Anfang oft in operativen Details verloren, uns zu lange mit Dingen wie dem Layout des Firmenlogos oder Designdetails der Website beschäftigt. Nach einer Zeit liefen wir Gefahr, das „große Bild" aus den Augen zu verlieren und das Unternehmen strategisch nicht weiterzuentwickeln." Um sich aus den operativen Tentakeln zu befreien, stellten die Ciao-Gründer Mitarbeiter für eine zweite Managementebene ein. An diese gaben sie einen Großteil des Tagesgeschäfts ab.

Empfehlungen

„In der Startphase haben wir uns oft verzettelt", beschreibt Frederik Paul die Anfangslektionen. „Wie meinten, dass wir unser Geschäft am Besten absichern können, wenn wir das Risiko auf möglichst viele Säulen stellen würden. Also haben wir viele Projekte ins Leben gerufen, nach zwei Jahren waren es dann zuviele." Deshalb führten Paul und Cartellieri klare Meilensteine für ihre Projekte ein. Wenn sich bei Projekten Rückflüsse nicht wie angepeilt einstellten, haben die Ciao-Gründer die Projekte konsequent beendet. Sie haben mit der Zeit gelernt, die Organisation am Markt auszurichten und entsprechend anzupassen. „Um da Fallen zu vermeiden, empfehle ich jedem Gründer, von Anfang an eine durchdachte Organisation aufzusetzen. Das heißt zum Beispiel, den Mitarbeitern ganz klare Richtlinien zu vermitteln, welche Punkte ihre Projekte in welcher Form enthalten sollen," rät Paul. Habe sich das Geschäft etabiliert, dürfe man nicht falsche Zufriedenheit einreißen lassen. Nachdem das Geschäft gut lief, waren die Ciao-Gründer zu sehr bemüht, den Status quo aufrecht zu erhalten, statt in die Zukunft zu investieren. Als Lektion daraus sorgen sie heute für ein kontinuierliches Optimieren der Organisation.

von Georg von Stein

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