SPORTKONZEPTE
Meister Eder und seine Quantya
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Motocross – eine Sportart in der Krise. Wie Hans Eder aus Marktl am Inn für das Problem eine Lösung fand – und außerdem eine ganze Vertriebsidee entwickelte: Statt einzelne Fahrzeuge zu verkaufen bietet Eder gleich ganze Motocross-Parks an – per Franchise-Lösung.

Die Idee

Hans Eder, renommierter Trainer für Motorrsportfahrer, stand vor einem Problem: Die Umweltauflagen Deutschlands führten zu immer mehr Streckenschließungen, viele Motorsportfans wichen aufs Mountainbiken aus und so war auch Eders Zukunft in Gefahr. Jedoch ließ er sich etwas einfallen: Die Maschinen müssen weg vom Benzin, hin zum Elektromotor. Probleme wie umweltbelastende Abgase wären damit beseitigt und der Sport könnte wieder unbegrenzt ausgeübt werden. Doch gut genug kannte Eder die Fans des Motorsports, um zu wissen, dass eine elektrobetriebenes Fahrzeug es erstmal schwer haben würde. Um die Kunden zu überzeugen, brauchte er nicht nur die passende Elektromaschine, sondern auch ein Trainings- und Testareal, in dem sich die Fahrer von dem Gerät überzeugen könnten.

Ohne Businessplan zum Erstgespräch

Nachdem die Suche nach einer geeigneten Maschine erfolgreich abgeschlossen war, hatte Eder einen Schritt zu meistern, der für ihn Neuland war: Die Finanzierung. So vereinbarte er seinen ersten Termin bei der LfA Förderbank Bayern ohne Businessplan in der Tasche. Ein Vorgehen, das für Helmut Barth, Gründerberater der LfA, nicht unüblich ist: „Wir bieten Interessenten jederzeit die Gelegenheit, ein Gespräch über mögliche Finanzierungshilfen zu führen, kostenfrei und neutral. Darüber hinaus erhält der Kunde einen von uns unterzeichneten Beratungsbogen über konkrete Finanzierungsmöglichkeiten."
Voraussetzung ist natürlich, dass es dem Gründer gelingt, die Bank für sein Vorhaben zu gewinnen. Hans Eder konnte Helmut Barth von seiner Idee eines Motocross-Parks überzeugen. Was er nun benötigte, war ein bankentaugliches Konzept. Hierbei half Unternehmensberater Georg Haseneder.

Bayrisch-österreichische Finanzierung

Für Eder öffneten sich dadurch Türen, hatte er doch nun das nötige Werkzeug für die Banken. Bei einer österreichischen Bank hatte er schließlich Erfolg. Gemeinsam mit dem Startkredit der LfA und einem Engagement der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft war die Finanzierung seines Projektes gesichert.
Inzwischen war auch das Unternehmenskonzept weiter gereift: Haseneders Vorschlag, die Geschäftsidee zum Franchise-System weiterzuentwickeln, wurde verfolgt. Dazu wandte sich Eder an den Deutschen Franchise-Verband. Die ersten Quantya-Parks sind inzwischen eröffnet.
www.quantya.eu

von Susanne Hartl

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