MARKTFORSCHUNG
Individuelle Vorab-Analyse
MARKTFORSCHUNG

Dieser StartingUp-Workshop zeigt Ihnen, wie Sie selbst – ohne teure Marktforschungsanalysen – eine effektive Vorab-Analyse erstellen.

Durch Marktforschungsstudien können Sie Ihr Produkt genau auf die Kundenwünsche abstimmen. In einem gewissen Rahmen können Sie diese durchaus auch selbst durchführen. Allerdings sollten Sie bei Do-it-yourself-Untersuchungen beachten, dass die Fehlerwahrscheinlichkeit schon allein aufgrund der meist geringeren Stichprobengröße höher ist als beim Profi.

Regel 1: Zweckbestimmung der Marktstudie

Eine Untersuchung ist niemals Selbstzweck, sondern soll Ihnen wichtige Informationen für Ihre Gründung liefern. So könnnen Sie in zwei Testphasen unterteilen: In der ersten Phase geht es um die Akzeptanz des Produktkonzepts. Es wird geprüft, ob Verpackung etc. gefällt und wie hoch die Kaufbereitschaft ist. In der zweiten Phase wird die Produktqualität geprüft. Das Produkt wird gemeinsam mit einem Fragebogen Personen der Zielgruppe vorgelegt.

Regel 2: Es lohnt sich zu prüfen, ob es bereits veröffentlichte Studien gibt

Kammern und Verbände führen zu vielen Themen Studien durch und veröffentlichen entsprechendes Zahlenmaterial. Auch Fachzeitschriften und das Internet sind gute Informationsquellen.

Regel 3: Sammeln Sie Informationen über die Zielgruppe

„Wichtig ist, dass man weiß, welche Zielgruppe man erreichen will", erklärt Hartmut Förster von der Hamburger Gelszus Marktforschung GmbH. Zeichnen Sie deshalb ein möglichst umfassende Bild Ihrer Kunden, damit Sie auch tatsächlich die richtigen Leute befragen.

Regel 4: Je größer die Stichprobe, desto geringer die Fehlerwahrscheinlichkeit

Jedoch kann man mit relativ kleinen Stichproben aussagekräftige Ergebnisse erzielen. Wichtig ist, dass die Stichprobe so zusammengesetzt ist, wie Ihre Zielgruppe. Wenn die (potenziellen) Kunden für Ihre neue Dienstleistung beispielsweise zu 60% Singles um die 30 Jahre sein sollen, müssen Sie darauf achten, dass diese Gruppe in Ihrer Studie auch zu 60% vertreten ist.

Regel 5: Auf die richtige Methode kommt es an

Die telefonische Beratung ist am billigsten und geht am schnellsten. Sie hat jedoch Ihre Grenzen, wenn z.B. Produktabbildungen gezeigt werden sollen.
Die persönliche Befragung ist gut geeignet, wenn man den Befragten Dinge zur Beurteilung vorlegen muss.
Die schriftliche Befragung ist besonders für sensible Themen geeignet. Die Testperson füllt selbst einen Fragebogen aus.

Regel 6: Der Fragebogen – der Schlüssel zum Erfolg

„Wichtig ist der Aufbau des Fragebogens", so Hartmut Förster. „Die ersten Fragen sollten mit dem eigentlichen Thema zu tun haben, sensible Fragen wie beispielsweise nach dem Einkommen gehören eher an den Schluss. Am Anfang sollte man zum Warming-Up leichte Fragen haben. Außerdem sollten sich schwierigere und leichtere Fragenkomplexe abwechseln. Dennoch muss ein inhaltlicher roter Faden erkennbar sein."
Wenn Sie Antwortvorgaben geben, achten Sie darauf, dass gleich viele positive und negative Vorgaben vorhanden sind. Die Fragen fomulieren Sie kurz, einfach und verständlich. Außerdem sollten Sie pro Frage nur einen Sachverhalt abfragen und sich auf die wesentlichen Fragen beschränken.

Regel 7: Die Auswertung sollte unkompliziert sein

Normalerweise zählt man bei jeder Frage nur die Häufigkeit der verschiedenen Anwortnennungen aus. Haben Sie die Ergebnisse ausgewertet, fassen Sie die zentralen Ergebnisse Ihrer Studie in einem Bericht zusammen.

von Silke Becker

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