Pressearbeit bietet Gründern und Selbständigen eine gute Chance, bekannt(er) zu werden – sofern sie einige Regeln beachten. Dieser StartingUp-Workshop zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Weg in die Medien finden.
Zwei Arten von Pressearbeit
Wenn Sie die Medien in Ihre Marketing-Kommunikation einbinden wollen – und das sollten Sie! –, stehen Ihnen zwei Wege offen: Entweder Sie bringen die Medien dazu, über Sie und Ihr Unternehmen zu schreiben, oder Sie schreiben selbst für die Medien. Das heißt, Sie liefern fertige Presseinformationen. Welchen Weg Sie auch wählen, betrachten Sie Presseleute als VIP-Kunden, die Sie mit professioneller Distanz bedienen. Dabei sind drei Dinge wichtig: Kreativität, Kontinuität und echte Nachrichten.
Echte Nachrichten
Gemeint sind Informationen, die Neues liefern, etwas Auffälliges. Prüfen Sie das, was Sie den Medien anbieten wollen, auf den journalistischen Gehalt. Tun Sie das einzeln für jede Mediengruppe. Grund: Für lokale Tageszeitungen sind andere Themen aktuell als für ein überregionales Monatsmagazin, für eine Online- anders als für eine Hörfunkredaktion.
Nachrichtenelemente
Ihr Thema muss aktuell sein. Zudem sollten Sie auf die Folgenschwere achten: Kann Ihr Thema schwere Folgen haben, stehen Sie vor der Notwendigkeit zu entscheiden, ob Sie dieses Thema jetzt anpacken sollten. Wichtig ist auch die öffentliche Bedeutung: Wenn Ihr Thema mehrere Menschen betrifft, hat es öffentliche Bedeutung. Dies hängt jedoch auch vom Medium selbst ab. So sind z.B für StartinUp andere Themen von öffentlicher Bedeutung wie für „Haus und Garten". Die häufgste Chance für Unternehmer-Pressearbeit ist das Element „Fortschritt". Wenn z.B. Ihre neu entwickelte Software Sekretärinnen das Leben erleichtert, ist es für Büro-Personal ein Fortschritt, also berichtenswert für Medien, die diese Teilöffentlichkeit erreichen.
Der Aufbau einer Nachricht
Im ersten Absatz beantworten Sie die vier wichtigsten der sieben W-Fragen: Wer ...? Was ...? Wann ...? Wo ...? So liefert ihr Text auch dann alle wichtigen Informationen, wenn die Redaktion aus Ihrem Thema eine Zehn-Zeilen-Meldung macht. Gehen Sie außerdem systematisch beim Verfassen der Nachricht vor. Listen Sie die MUSS-Fakten in der Reihenfolge Ihrer Wichtigkeit auf, dann die SOLL-, dann die KANN-Fakten. Zum krönenden Abschluss verbinden Sie die MUSS-Fakten zu einem flüssigen Text, garnieren diesen mit einigen SOLL- und eventuell KANN-Fakten – und der erste Entwurf der Presse-Information ist fertig. Formal sollten Sie etwa 50 bis 60 Anschläge pro Zeile machen, etwa 30 Zeilen pro Seite schreiben und einen Zeilenabstand von 1,5 Zeilen wählen. Wenn irgend möglich, illustrieren Sie Ihren Text. Liefern Sie Fotos, auf denen etwas passiert!
Der Versand
Eine gute Pressemitteilung zu schreiben ist allerdings erst die halbe Miete. Wirksam wird sie erst, wenn sie auf dem richtigen Schreibtisch landet. Es gibt eine Reihe von Dienstleistern, die sich auf den Versand von Pressemeldungen spezilisiert haben. (z.B. www.newsaktuell. de, www.press2day.de)
von Robert Heeß
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