Welche menschlichen und rechtlichen Komponenten passen müssen und was Sie im Vorfeld alles regeln sollten, wenn Sie als Gründer zu zweit erfolgreich durchstarten wollen.
Für alle, die sich intensiv mit dem Thema Gründung beschäftigen, ist es mehr als sinnvoll, sich Gedanken über eine Partnergründung zu machen.
Vorteile einer Partnergründung
Der wichtigste Vorteil einer gemeinsamen Gründung von Anfang an ist die Bündelung von Talenten, Ressourcen und zusätzlicher Arbeitskraft. Das Führen eines Unternehmens verlangt unterschiedlichste Kenntnisse und Fähigkeiten. Sicherlich kann man viele Tätigkeiten auch nach außen abgeben und an Fachleute delegieren. Gerade in der Anfangsphase steht aber häufig noch nicht das Kapital für die Vergabe solcher Aufträge zur Verfügung.
Drum prüfe, wer sich bindet!
Bei der Wahl einer geeigneten Geschäftspartnerin oder eines Geschäftspartners gilt: Sie müssen sich jederzeit auf Ihren Partner und auf die Umsetzung Ihrer gemeinsam getroffenen Entscheidungen verlassen können.
Freiheit, Pflichten und Respekt
Natürlich sollte jeder Selbständige die Freiheiten seiner Unabhängigkeit genießen. Das ist ein, wenn nicht der wesentliche Vorteil gegenüber einem Angestelltenverhältnis. Diese Freiheit muss aber da enden, wo sie die Freiheit des Geschäftspartners einschränkt. Ein Team kann nur dann erfolgreich zusammenarbeiten, wenn es einen Weg findet, Sachverhalte in Ruhe zu besprechen, verschiedene Alternativen zu diskutieren und dann getroffene Entscheidungen schnell und konsequent umzusetzen.
1 + 1 = 3, wie ist das möglich?
Wenn die charakterlichen Voraussetzungen gegeben sind, kommt es darauf an, die Personen mit den richtigen Fähigkeiten auszuwählen. Die Gründungspartner müssen beide die professionelle Einstellung zum Miteinander haben – das ist die Grundlage. Über diese Schnittmenge der Fähigkeiten zur Zusammenarbeit hinaus ist das gemeinsame Arbeiten umso fruchtbarer, je unterschiedlicher die persönlichen Begabungen, also Fähigkeiten sind. Das Erfolgsgeheimnis einer erfolgreichen Teamgründung sind die untrennbar miteinander verbundenen zwei Seiten der gleichen Medaille: Auf der einen Seite klar getrennte Zuständigkeitsbereiche der Partner, auf der anderen Seite die Einhaltung bestimmter Regeln für den Umgang miteinander.
Der Alltag
Die beschriebenen Voraussetzungen müssen dann in der Praxis umgesetzt werden. Zunächst wird das Unternehmen in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Teile im Alltag unabhängig, ohne Einmischung der anderen Abteilungen geführt werden können. Es müssen in regelmäßigen Abständen Gespräche erfolgen, die den anderen den aktuellen Stand der Dinge in den Bereichen erläutern und gegebenenfalls Anpassung der geplanten Vorgehensweise ermöglichen. Hier werden auch Entscheidungen getroffen, die verschiedene Bereiche betreffen und die deshalb der Abstimmung bedürfen. Wenn an dieser Stelle die Aufgaben verteilt sind, ist auch der Partner für die Umsetzung verantwortlich.
Feste Regeln, wie festlegen?
Um die prinzipielle Einigung über die Zuständigkeiten, Verantwortungen und auch den damit verbundenen Nutzen festzulegen, bietet sich ein Gesellschaftervertrag an. Das vorrangige Ziel einer Festlegung in einem Vertrag ist es, Klarheit für alle Beteiligten zu schaffen! Nutzen Sie die Chance, die Art und Weise ihrer künftigen Zusammenarbeit in Ruhe zu besprechen. Verteilen Sie dabei die Aufgaben und Verantwortlichkeiten den jeweiligen Fähigkeiten entsprechend.
von Peter Nuhn
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