Potenzielle Kunden können Ihnen jederzeit begegnen: auf einer Party, während einer Weiterbildung, am Bahnsteig - oder eben im Fahrstuhl. Wie Sie es schaffen, Ihr Konzept in 30 Sekunden zu präsentieren.
Es gibt eine ganze Reihe von Workshops, in denen Existenzgründer und Gründer lernen sollen, einen eigenen Elevator Pitch zu entwerfen und gekonnt anzuwenden. So etwa von Martina Bloch, Fachfrau für Fragen rund um die Akquise, die den Elevator Pitch wie folgt definiert: "Er dient dazu, fremden Personen, die man irgendwo trifft, zu vermitteln, dass man etwas Interessantes zu bieten hat. Ziel ist es, sein Gegenüber neugierig zu machen, so dass es mehr über mich wissen will."
Spannung ist entscheidend
Doch wie sieht ein guter Elevator Pitch aus? "Er muss spannend sein und das Angebot muss interessant klingen", fasst die Inhaberin der Hamburger "Agentur für Unternehmenskontakte" die Merkmale zusammen. Daher heißt der erste Schritt: Herausfinden, was das angebotene Produkt oder die Dienstleistung zu etwas Besonderem macht. Zwei kurze, prägnante Sätze genügen manchmal schon, um das Interesse auf sich zu ziehen. Ein guter Einstieg ist z.B. ein Bild oder eine Metapher. Eine bildhafte Sprache statt abstrakter Formulierungen und Fachbegriffe unterstützt die Erinnerung an das Gesagte. Es kommt allein darauf an, dass die Kernaussage beim Zuhörer hängen bleibt - und er sich auch noch Wochen später daran erinnert, welches Produkt oder welche Dienstleistung sein Gesprächspartner zu bieten hatte.
Üben, üben, üben
"Es ist besser, einen Elevator Pitch in einer Gruppe zu entwickeln als allein", rät Martina Bloch. "Denn durch das gute Feedback der anderen kommt man auf ganz neue Ideen und merkt, ob das Gesagte gut ankommt." Man sollte auch variieren können, je nachdem, wen man vor sich hat: Auf einen potenziellen Kunden wird man anders zugehen als auf einen Kooperationspartner. Auch wer mehrere Dienstleistungen in seinem Portfolio hat, sollte nicht versuchen, alle auf einmal anzupreisen. Dadurch wird die Vorstellung zu lang, am Ende bleibt gar nichts hängen.
Wichtig ist natürlich auch, wie man seinen Elevator Pitch rüberbringt: Wer von sich und seiner Leistung überzeugt ist und dies auch emotional vermitteln kann, wirkt authentisch und sympathisch. Üben, üben, üben ist das beste Mittel.
von Sabine Olschner
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