HILFSMITTEL
Einmaleins der Kennzahlen
HILFSMITTEL

Firmen-Kennzahlen zeigen auf einen Blick, wie das Unternehmen dasteht. StartingUp erklärt, wie die wichtigsten Kennzahlen berechnet werden und wie man sie interpretiert.

Der Liquiditätsgrad

Sobald ein Unternehmen nicht mehr liquide ist, droht die Zahlungsunfähigkeit, und schließlich sogar die Insolvenz. Diese Kennzahlen helfen dabei zu überprüfen, ob ein Unternehmen liquide ist. Als ideal gilt ein Liquiditätsgrad 2. Grades von 100 Prozent. Bei diesem Wert ist das Unternehmen in der Lage, alle kurzfristigen Schulden zu bezahlen. Bei größeren Abweichungen sollte manunbedingt gegensteuern. Bei einer Abweichung nach unten ist die Zuführung weiterer Mittel angebracht; bei einer Abweichung nach oben sollte Geld investiert oder angelegt werden.

Die Eigenkapitalquote

Eine weitere Kennzahl, die Aussagen über die finanzielle Stabilität des Unternehmens zulässt, ist die Eigenkapitalquote. Gründer sollten eine Eigenkapitalquote von mindestens 20 Prozent ausweisen können, eher mehr. Manche Banken geben jungen Unternehmen nur dann Kredite, wenn die Quote 50 Prozent beträgt. Ist die Quote zu gering, sollten Gründer weitere Eigenmittel zuschießen.

Der Cashflow

Der Cashflow zeigt, wie es um die Finanzierungs- und Ertragskraft im Unternehmen steht, da z.B. Abschreibungen und Rückstellungen hier nicht verrechnet werden. Die Kennzahl weist den Teil des Umsatzes aus, der an Liquidität im Unternehmen zurückbleibt und dann für Investitionen, zur Schuldentilgung oder zur Gewinnausschüttung verwendet werden kann.

Die Umsatzrentabilität

Die Umsatzrendite gibt an, wie profitabel das Unternehmen arbeitet, ob es seine Leistungen am Markt gut verkauft und ob diese kostengünstig erstellt werden. Konkret zeigt die Kennzahl die Gewinnspanne, also den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz bzw. den Gewinn je Euro Umsatz.

Die Eigenkapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität dokumentiert, wie hoch sich das vom Kapitalgeber investierte Kapital innerhalb einer Periode verzinst hat. Eine niedrige Eigenkapitalrendite ist bei Existenzgründern nicht zwingend negativ. Im Laufe der Jahre aber sollte sie gesteigert werden, da dies als Beweis dafür gilt, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist.

Autorin: Sabine Hölper

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