ZEITMANAGEMENT
Das richtige Timing
ZEITMANAGEMENT

Wem es in der Startphase gelingt, Arbeitskraft und Zeit zu optimieren, der hat klare Vorteile. Dieser Workshop zeigt Ihnen, wie Sie als Gründer oder Jungunternehmer kompetenter mit Ihren Ressourcen umgehen und mehr Zeit für wichtige Aufgaben und für sich selbst finden.

Regel 1: Legen Sie sich für bestimmte Tätigkeiten ein knappes Zeitbudget fest

Regelmäßige Arbeitszeiten gelten bei Gründern und Jungunternehmern als eher exotisch. Legen Sie trotzdem fest, wie viele Stunden Sie im Schnitt pro Woche in Ihr Unternehmen investieren wollen: 30, 40 oder 50 Stunden? Notieren Sie auch, wie hoch Ihr gewünschter Umsatz und Ihr gewünschter Gewinn sind, die Sie mit diesem Zeitaufwand erwirtschaften wollen.
Seien Sie realistisch, um sich nicht zu überfordern, und berücksichtigen Sie, dass mehr Umsatz zunächst auch einmal mehr Arbeitseinsatz erfordert.

Regel 2: Verschaffen Sie sich Klarheit über Ihre Kernaufgaben

Später, wenn das Unternehmen wächst, sollte es langsam eigenständig werden und die Rolle des Selbstständigen ändert sich. Hat er zunächst vor allem im Unternehmen gearbeitet, so ist seine Aufgabe nun die, am Unternehmen zu arbeiten.
Nun muss sich der Chef auf die echten und wichtigen Aufgaben konzentrieren und folgende Fragen beantworten: Was ist der Zweck meines Unternehmens? Was ist meine Rolle als Unternehmer in meinem Unternehmen? Im Prinzip sind es nur einige wenige Aufgaben, die echte Chefsache sind. Den Rest können Sie getrost delegieren, an (freie) Mitarbeiter oder an andere Firmen.

Regel 3: Planen Sie Ihren Erfolg in Tagen, Wochen und Monaten damit Sie wissen, wann welches strategische Ziel fällig ist

Planen Sie, bis wann Sie welches unternehmerische Ziel erreichen wollen, und planen Sie Ihren Umsatz und Ihre strategische Vorgehensweise. Und brechen Sie dann Ihre "großen" Unternehmensziele auf die "kleinen" Alltäglichkeiten in Ihrem Berufsalltag herunter. Denke Sie dabei stets in Etappen: Stecken Sie sich Tages- und Wochenziele, aber auch längerfristige Monats- bzw. Jahresziele. Es genügt, wenn Sie rund fünf bis zehn Minuten pro Tag die Aktivitäten und Termine der kommenden Tage aufschreiben und ein wenig Ordnung in den jeweiligen Tages- und Wochenablauf bringen.

Regel 4: Pflichtbewusstsein bedeutet auch, Nein sagen zu können und sich gezielt den Kopf fürs Private frei zu machen

Notieren Sie Ihre Aufgaben und Termine und verplanen Sie dabei nur 50 Prozent Ihrer Zeit. Die restlichen 50 Prozent brauchen Sie als Puffer: Stau, Verspätungen eines Geschäftspartners, Kopfweh, Krankheit. Das gibt Ihnen den Spielraum, bereits zu diesem Zeitpunkt - und damit rechtzeitig - einen zu engen Zeitplan zu entzerren.
Planen Sie außerdem unbedingt Auszeiten mit ein und verteidigen Sie diese. Treffen Sie sich nicht zähneknirschend am Samstagnachmittag mit Kunden, während die Tochter die erste Ballett-Aufführung hat. Als proaktiver Unternehmer schlagen Sie bei so einer Anfrage Alternativen vor.

Regel 5: Lernen Sie, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden

Widmen Sie sich bewusst zunächst den wichtigen Aufgaben. Klar, Sie sind Ihre eigener Chef und die Verlockung ist groß, sich die Dinge herauszupicken, die mehr Spaß machen. Doch: Der Spaß hört spätestens dann auf, wenn das Business nicht mehr richtig läuft oder Sie wegen Überarbeitung auf dem Zahnfleisch gehen. Überwinden Sie Ihren Widerwillen und setzen Sie sich direkt an die Aufgabe, die Priorität hat.

Regel 6: Finden Sie die richtigen Hilfsmittel zur Verbesserung der Arbeitsabläufe und hinterfragen Sie regelmäßig die internen Strukturen

Klicken Sie sich auf einen Online-Katalog von Büroausstattern oder nehmen Sie sich einen Shopping-Nachmittag für das neue Ablagesystem. Halten Sie die Augen offen. Wie organisieren sich Ihre Mitbewerber, Ihre Konkurrenz? Was können Sie von der Unternehmensorganisation von anderen lernen?

Regel 7: Seien Sie zu 100 Prozent zuverlässig. Unzuverlässigkeit schadet Ihrem Business und vertreibt Kunden

Machen Sie sich bewusst, dass Kunden, die von Ihrer schlampigen Arbeit oder zeitlichen Unzuverlässigkeit genervt sind, Ihnen keinen Folgeauftrag mehr geben und diese schlechte Erfahrung (statistisch belegt) rund elfmal an andere (potenzielle Kunden) weitererzählen. Einerseits müssen Sie nun den verärgerten Kunden besänftigen und sich sodann auf die Suche nach neuen Kunden machen. Effizient ist das nicht.

Regel 8: Schaffen Sie eine klare Positionierung im Markt und beschränken Sie Ihr Angebot

Überlegen Sie, für was Sie und Ihr Unternehmen in den Köpfen der Kunden stehen sollen. Arbeiten Sie immer wieder an dieser Positionierung und Ihrem Image - schneller können Sie kaum Kunden gewinnen und halten. Werden Sie z.B. Spezialist in einer bestimmten Branche. Das erspart Ihnen viel Geld und Zeit.

Regel 9: Lösen Sie sich von dem Gedanken, alles selbst machen zu müssen oder keine Unterstützung zu finden

Lassen Sie sich beraten. Holen Sie sich fundierten Rat und Unterstützung zu bestimmten Themen (z.B. Werbung, Marketing). Vertun Sie nicht Ihre wertvolle Zeit, nur um Geld für Spezialisten zu sparen.

Dies ist eine Kurz-Zusammenfassung eines Beitrags aus StartingUp. Als Abonnent können Sie die gesamte Artikel-PDF kostenlos im Digitalen Heftarchiv abrufen. >>> Weiter

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